Premium Aquarien für höchste Ansprüche!
Wenn nur das Beste gut genug ist, sind die Premium Aquarien bei Amazon der optimale Einstieg in die Highend-Aquaristik!
Jetzt kaufen
Anzeige

Wasserchemie & Düngung: Komplett-Guide 2026

12.03.2026 12 mal gelesen 0 Kommentare
  • Die Wasserchemie ist entscheidend für die Gesundheit der Fische und Pflanzen im Aquarium.
  • Regelmäßige Tests auf pH-Wert, Härte und Nitrat sind unerlässlich für eine stabile Aquarienumgebung.
  • Die richtige Düngung fördert das Wachstum von Pflanzen und hilft, Algenbildung zu minimieren.
pH-Wert, EC-Wert und Ionenverhältnisse entscheiden darüber, ob Pflanzen verfügbare Nährstoffe tatsächlich aufnehmen können oder nicht – unabhängig davon, wie präzise die Düngerlösung berechnet wurde. Wer einmal erlebt hat, wie Eisenmangel-Symptome trotz ausreichender Fe-Konzentration auftreten, weil der pH-Wert im Substrat auf 7,2 gestiegen ist, versteht warum. Wasseranalyse und Düngeplanung sind dabei keine getrennten Disziplinen: Karbonathärte, Kalzium-Magnesium-Verhältnis und Leitfähigkeit des Ausgangswassers bestimmen maßgeblich, welche Dünger in welchen Mengen überhaupt sinnvoll eingesetzt werden können. Wer mit hartem Wasser arbeitet und dennoch auf Standard-Nährlösungen aus dem Handel setzt, riskiert antagonistische Effekte zwischen Kalzium und Kalium oder eine schleichende pH-Verschiebung, die erst Wochen später als Nährstoffstress sichtbar wird. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Wasserchemie und Düngung als integriertes System funktionieren.

Makro- und Mikronährstoffe im Aquarium: Wirkungsweise und Dosierungsstrategien

Wer Aquarienpflanzen erfolgreich kultivieren will, muss verstehen, dass Düngung keine Routineaufgabe ist, sondern eine präzise Steuerung biochemischer Prozesse. Pflanzen benötigen 17 essentielle Nährelemente, die sich in zwei Kategorien aufteilen: Makronährstoffe, die in größeren Mengen benötigt werden, und Mikroelemente, die in Spurenkonzentrationen wirken, aber genauso unverzichtbar sind. Ein Mangel an einem einzigen Element limitiert das gesamte Pflanzenwachstum – das sogenannte Liebigsche Minimumgesetz, das im Aquarium täglich Relevanz hat.

Werbung

Makronährstoffe: Die Haupttreiber des Pflanzenwachstums

Die drei wichtigsten Makronährstoffe im Aquarium sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff wird hauptsächlich als Nitrat (NO₃⁻) oder Ammonium (NH₄⁺) aufgenommen und ist zentraler Baustein für Aminosäuren und Chlorophyll. Das optimale Nitrat-Niveau für stark bepflanzte Becken liegt bei 10–25 mg/l – wer regelmäßig die Wasserparameter systematisch kontrolliert, erkennt Mangelsymptome frühzeitig, bevor Pflanzen beginnen, ältere Blätter als interne N-Reserven zu verbrauchen. Phosphor reguliert die Energieübertragung in Form von ATP und ist für Zellteilung unerlässlich; Werte zwischen 0,5 und 2 mg/l PO₄ sind für die meisten Pflanzenaquarien zielführend. Kalium steuert die Osmose und Spaltöffnungsregulation – bei Werten unter 5 mg/l zeigen schnellwachsende Arten wie Rotala rotundifolia innerhalb weniger Tage Lochfraß und Blattrandnekrosen.

Premium Aquarien für höchste Ansprüche!
Wenn nur das Beste gut genug ist, sind die Premium Aquarien bei Amazon der optimale Einstieg in die Highend-Aquaristik!
Jetzt kaufen
Anzeige

Sekundäre Makronährstoffe umfassen Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S). Magnesium ist zentraler Bestandteil des Chlorophyllmoleküls; ein Mg/Ca-Verhältnis von mindestens 1:4 verhindert Aufnahmekonkurrenzen. In Regenwasser-basierten Weichtwasserbecken fehlt Magnesium oft vollständig, was sich in typischen Chlorosen zwischen den Blattadern zeigt – ein häufig fehldiagnostizierter Mangel, der zu unnötigen Eisendosierungen verleitet.

Mikroelemente: Kleine Mengen, große Wirkung

Eisen ist das quantitativ bedeutendste Spurenelement und liegt in zwei Oxidationsstufen vor: Fe²⁺ (Eisen-II) ist pflanzenverfügbar, oxidiert aber innerhalb von Stunden zu Fe³⁺ (Eisen-III), das ausfällt. Moderne chelierte Eisendünger auf DTPA- oder EDTA-Basis stabilisieren Fe²⁺ bei pH-Werten bis 7,5 bzw. 6,5. Zielwert im Aquarienwasser: 0,05–0,1 mg/l – messbar mit guten Testsets, wobei abendliche Messungen nach Düngung aussagekräftiger sind als Morgenmessungen. Weitere kritische Spurenelemente sind Mangan, Bor, Zink, Kupfer, Molybdän und Chlor, die zusammen als Volldünger dosiert werden sollten.

Die Dosierungsstrategie macht dabei den entscheidenden Unterschied: Tägliche Kleinstdosen (sogenanntes daily dosing) halten Nährstoffkonzentrationen konstanter als wöchentliche Großgaben, die zu Peaks und anschließenden Mangelperioden führen. Ein bewährtes Protokoll für mittelstark bepflanzte 100-Liter-Becken sieht aus: täglich 1–2 ml Eisenvolldünger, wöchentlich 10–15 ml Makrodünger mit angepasster N-Reduktion, wenn der Nitratgehalt durch den Besatz ohnehin erhöht ist. Wasseranalysen alle 2 Wochen bilden die Grundlage, um dieses Schema individuell zu kalibrieren.

  • Nitrat: 10–25 mg/l (bepflanzte Becken), Mangelanzeichen: Gelbfärbung alter Blätter
  • Phosphat: 0,5–2 mg/l, Mangel führt zu dunkelgrüner Verfärbung und Wachstumsstopp
  • Kalium: 5–20 mg/l, Lochfraß als klassisches Mangelzeichen
  • Eisen: 0,05–0,1 mg/l, Chlorose junger Blätter bei Unterversorgung
  • Magnesium: mindestens 5 mg/l, interkostaله Chlorosen bei Mangel

pH-Wert, KH und GH: Zusammenhänge und gegenseitige Abhängigkeiten verstehen

Wer nur den pH-Wert im Blick hat und KH sowie GH ignoriert, tappt regelmäßig in dieselbe Falle: Der pH pendelt unkontrolliert, Pflanzen zeigen Mangelerscheinungen, Fische wirken gestresst – und die Ursache liegt tiefer im System. Diese drei Parameter bilden ein zusammenhängendes Netzwerk, bei dem jede Veränderung Wellen schlägt.

Karbonathärte als pH-Puffer: Warum KH die eigentliche Stellschraube ist

Die Karbonathärte (KH) bestimmt, wie stabil ein pH-Wert bleibt. Chemisch gesehen bilden Karbonate und Bikarbonate ein Puffersystem, das Säureeinträge neutralisiert – sei es durch CO₂-Düngung, organischen Abbau oder Huminsäuren aus Torf und Laub. Bei einer KH von 6–8 °dH hält das Wasser pH-Schwankungen gut stand. Fällt die KH unter 3 °dH, wird der pH instabil und kann innerhalb weniger Stunden um mehr als eine Einheit abweichen, was für die meisten Fische akuten Stress bedeutet. Wer gezielt den pH langfristig und kontrolliert absenken möchte, muss deshalb zwingend zuerst die KH verstehen und anpassen – sonst drohen gefährliche pH-Abstürze über Nacht.

Konkret gilt: CO₂-Düngung verbraucht Karbonate. Bei intensiver CO₂-Zufuhr von 20–30 mg/l in einem weichen Wasser mit KH 2 °dH kann der pH innerhalb weniger Wochen so weit fallen, dass das Puffersystem kollabiert. Regelmäßiges Nachfüllen mit karbonathärtesteigernden Mitteln oder das Beimischen von härterem Leitungswasser hält das Gleichgewicht stabil.

Gesamthärte, Nährstoffverfügbarkeit und der Zusammenhang mit GH

Die Gesamthärte (GH) erfasst den Gehalt an Calcium- und Magnesiumionen – zwei Makronährstoffe, die für Pflanzen und Fische gleichermaßen essenziell sind. Ein GH-Wert unter 4 °dH signalisiert Calciummangel, der sich bei Pflanzen in deformierten Jungtrieben zeigt und bei Garnelen zu Häutungsproblemen führt. Optimal für die meisten Aquarienpflanzen liegt die GH zwischen 6 und 12 °dH, wobei das Verhältnis von Calcium zu Magnesium idealerweise bei 3:1 bis 4:1 liegt.

Entscheidend: GH und KH sind unabhängig voneinander einstellbar. Osmosewasser erlaubt dabei die präziseste Kontrolle, weil man mit gezielten Remineralisierungssalzen – etwa Calcium- und Magnesiumsulfat getrennt von Natriumbikarbonat – GH und KH separat aufbaut. Viele Aquarianer scheitern daran, weil sie Komplettsalze verwenden, die beide Werte gleichzeitig erhöhen und keinen Spielraum lassen.

Beim korrekten Testen der Wasserwerte zeigt sich oft ein klassisches Muster: hohe GH bei niedriger KH, was in Regionen mit kalkarmem aber magnesiumreichem Grundwasser häufig vorkommt. Dieses Ungleichgewicht täuscht stabile Verhältnisse vor, während der pH in Wahrheit ungeschützt ist.

  • pH und KH: Ohne ausreichende KH ist kein stabiler pH möglich – Pufferkapazität vor pH-Zielwert priorisieren
  • CO₂ und KH: Jede CO₂-Düngung zehrt am Karbonatpuffer – wöchentliche KH-Kontrolle bei aktiver Düngung ist Pflicht
  • GH und Pflanzenwachstum: Calcium- und Magnesiummangel äußert sich im Blattbild, bevor er in Wassertests sichtbar wird
  • Osmosewasser: Gibt volle Kontrolle über alle drei Parameter, erfordert aber diszipliniertes Remineralisierungsprotokoll

Das Zusammenspiel dieser drei Parameter ist kein theoretisches Konstrukt, sondern tägliche Praxis: Ein Aquarium mit weichem, leicht saurem Wasser für Apistogramma oder Diskus funktioniert nur dann stabil, wenn KH, GH und pH als System gedacht und nicht isoliert optimiert werden.

Vor- und Nachteile der Wasserchemie und Düngung im Aquarium

Vorteile Nachteile
Optimale Nährstoffversorgung für Pflanzen Fehlerhafte Dosierung kann zu Mangelerscheinungen führen
Stabile Wasserparameter erhöhen das Wohlbefinden der Fische Komplexe Wechselwirkungen zwischen pH, KH und GH erfordern ständige Überwachung
Förderung des Pflanzenwachstums und ästhetische Gestaltung des Aquariums Hoher Aufwand an Zeit und Material für die richtige Düngung
Reduzierung von Algenwachstum durch gezielte Nährstoffkontrolle Risiko von Überdüngung und daraus resultierenden Wasserqualitätsproblemen
Erhöhung der biologischen Vielfalt durch passende Wasserchemie Hohe Kosten für hochwertige Düngemittel und Testsets

Stickstoffkreislauf im Aquarium: Von Ammonium über Nitrit bis Nitrat

Der Stickstoffkreislauf ist das biochemische Fundament jedes funktionierenden Aquariums – und gleichzeitig der häufigste Grund für Fischverluste bei Einsteigern wie erfahrenen Aquarianern. Wer diesen Prozess wirklich versteht, erkennt frühzeitig, wann das System aus dem Gleichgewicht gerät, und kann gezielt eingreifen, bevor Schäden entstehen.

Die drei Stationen des Stickstoffabbaus

Organisches Material – Futtermittel, Fäkalien, absterbende Pflanzenteile – wird im Wasser durch heterotrophe Bakterien zu Ammonium (NH₄⁺) abgebaut. Bei einem pH-Wert über 7,5 verschiebt sich das Gleichgewicht zunehmend in Richtung des deutlich toxischeren Ammoniaks (NH₃): Bereits 0,05 mg/l NH₃ können bei empfindlichen Arten wie Diskus oder Kardinalsfischen akute Kiemenschäden verursachen. Im schwach sauren Milieu eines Südamerika-Beckens (pH 6,5) hingegen liegt fast die gesamte Stickstoffverbindung als harmloseres Ammonium vor – das ist kein Zufall, sondern ein wesentlicher Grund, warum viele Spezialisten bewusst mit niedrigem pH arbeiten.

Nitrosomonas-Bakterien oxidieren Ammonium in einem ersten Schritt zu Nitrit (NO₂⁻), das selbst bei Konzentrationen ab 0,3 mg/l den Sauerstofftransport im Blut der Fische blockiert. Das Tückische: Nitrit ist farb- und geruchlos, der Fisch zeigt oft erst bei fortgeschrittener Vergiftung sichtbare Symptome wie Hecheln an der Oberfläche oder Koordinationsverlust. Wer in dieser Phase richtig gegensteuern will, findet in unserem Artikel darüber, wie man erhöhte Nitritspiegel effektiv in den Griff bekommt, konkrete Sofortmaßnahmen und Langzeitstrategien.

Im zweiten Oxidationsschritt wandeln Nitrobacter- und Nitrospira-Bakterien Nitrit zu Nitrat (NO₃⁻) um. Nitrospira ist dabei der eigentlich dominante Organismus in etablierten Aquarien – Nitrobacter spielt eine deutlich kleinere Rolle, als ältere Literatur vermuten lässt. Nitrat gilt als vergleichsweise harmlos, doch Konzentrationen über 50 mg/l hemmen langfristig das Immunsystem, fördern Algenwachstum und beeinträchtigen die Reproduktion vieler Arten. Für einen strukturierten Überblick über bewährte Methoden zum Absenken des Nitratspiegels im Becken lohnt sich ein gezielter Blick auf die kombinierten Ansätze aus Wasserwechsel, Bepflanzung und anaerober Denitrifikation.

Einlaufphase und biologisches Gleichgewicht

Ein neu eingerichtetes Becken durchläuft einen charakteristischen Verlauf: Ammonium steigt in den ersten 5–10 Tagen an, gefolgt von einem Nitritpeak zwischen Tag 10 und 20, bevor Nitrat schließlich die dominierende Stickstoffverbindung wird. Dieser Prozess lässt sich durch die Zugabe von Starterkulturen (z.B. Filtermedien aus einem etablierten Becken) auf unter zwei Wochen verkürzen. Kommerzielle Bakterienpräparate sind als Ergänzung sinnvoll, ersetzen jedoch nie die mechanische Filterkapazität und ausreichend Aufwuchsfläche.

  • Filtermaterial: Sinterglasröhrchen, Biobälle oder Keramikringe bieten deutlich mehr Oberfläche als Schaumstoff allein – entscheidend für die Besiedlungsdichte der Nitrifikanten
  • Temperaturabhängigkeit: Nitrifikationsbakterien arbeiten optimal zwischen 25–30 °C; unter 15 °C bricht die Aktivität massiv ein
  • Sauerstoffversorgung: NH₄⁺-Oxidation verbraucht 4,57 g O₂ pro g Ammonium-Stickstoff – bei starker Besatzdichte muss die Belüftung entsprechend dimensioniert sein

Regelmäßiges Testen aller drei Parameter ist keine Vorsichtsmaßnahme für Anfänger, sondern professionelles Aquarienstockmanagement. Wer verstehen möchte, welche Testsysteme wirklich zuverlässige Werte liefern und wie man Messungen korrekt interpretiert, findet beim richtigen Durchführen eines Aquarium-Wassertests eine praxisnahe Orientierung. Photometrische Tests liegen dabei in der Genauigkeit deutlich vor Tropftests – besonders beim kritischen Nitrit-Nachweis im einstelligen µg/l-Bereich.

CO2-Versorgung und Kohlenstoffchemie als Schlüsselfaktor für Pflanzenwachstum

Kohlenstoff macht rund 45 % der Trockenmasse von Wasserpflanzen aus – kein anderes Element wird in vergleichbarer Menge benötigt. Aquatische Pflanzen decken diesen Bedarf primär über gelöstes CO2, das im Wasser als Kohlensäure-Kohlendioxid-Bicarbonat-System vorliegt. Wer dieses System nicht versteht, wird mit Düngung allein keine üppigen Pflanzenbestände aufbauen, egal wie präzise die Makro- und Mikronährstoffe dosiert werden.

Das Kohlensäuregleichgewicht und seine Wechselwirkungen

Im Wasser liegt Kohlenstoff in drei Formen vor: als freies CO2, als Hydrogencarbonat (HCO3⁻) und als Carbonat (CO3²⁻). Welche Form dominiert, hängt direkt vom pH-Wert ab. Bei pH 7,0 steht freies CO2 und HCO3⁻ im Gleichgewicht; ab pH 8,3 verschwindet gelöstes CO2 praktisch vollständig. Für stark bepflanzte Aquarien ist ein pH-Bereich von 6,5 bis 7,2 ideal, da hier ausreichend freies CO2 zur Photosynthese verfügbar bleibt. Wer seinen pH-Wert dauerhaft über 7,8 betreibt, zwingt Pflanzen wie Hemianthus callitrichoides oder Rotala rotundifolia dazu, CO2 enzymatisch aus Bicarbonat zu spalten – ein energieaufwendiger Prozess, der das Wachstum deutlich verlangsamt. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, um den pH gezielt abzusenken und damit mehr CO2 verfügbar zu machen, erklärt unser Artikel über die gezielte Absenkung des pH-Wertes im Aquarium.

Die Karbonathärte (KH) fungiert als Puffersystem und bestimmt maßgeblich, wie stark CO2-Zugabe den pH beeinflusst. Bei einer KH von 3–5 °dH lässt sich mit einer CO2-Konzentration von 20–30 mg/l ein stabiler pH von etwa 6,8–7,0 halten – das ist der Zielkorridor für anspruchsvolle Pflanzenaquarien. Bei KH unter 2 °dH reagiert der pH extrem sensibel auf CO2-Schwankungen, was nächtliche pH-Abstürze unter 6,0 riskiert und Fische gefährdet.

CO2-Systeme: Druckgas, DIY und flüssige Alternativen im Vergleich

Druckgas-CO2-Anlagen mit Magnetventil und pH-Controller sind der Goldstandard für Becken ab 100 Litern. Sie liefern konstant 20–35 mg CO2/l, was mit einem einfachen Dauertest laufend kontrolliert werden kann. DIY-Fermentationsanlagen (Hefe + Zucker) eignen sich für Becken bis 60 Liter, schwanken aber in der Abgaberate erheblich – typischerweise ±40 % über den Tag. Flüssigdünger auf Glutamat- oder Polyhydroxybutyrat-Basis wie Easy-Carbo oder Excel stellen organisch gebundenen Kohlenstoff bereit und können fehlende CO2-Versorgung teilweise kompensieren, ersetzen jedoch kein Druckgassystem bei wachstumsintensiven Layouts.

Ein häufiger Fehler: CO2 wird zudosiert, aber die Konzentration nie gemessen. Ein Dauertest mit Bromthymolblau kostet unter 5 Euro und zeigt dauerhaft den CO2-Gehalt über die pH-Indikation an. Präzisere Werte liefert ein Tropfentest, der den tatsächlichen CO2-Gehalt über pH und KH berechnet. Wer ohnehin regelmäßig alle relevanten Wasserwerte überprüft, findet in unserem Guide zum systematischen Testen der Wasserparameter eine strukturierte Vorgehensweise für die gesamte Analytik.

  • Optimale CO2-Konzentration: 20–30 mg/l für anspruchsvolle Pflanzenarten
  • Magnetventil mit Nachtabschaltung: verhindert pH-Absturz während der Dunkelphase
  • Einlassdiffusor: feinstblasendes Keramikmembran-Modell nahe Strömungspumpe platzieren
  • CO2-Reaktor vs. Diffusor: Reaktoren lösen bis zu 95 % des CO2 auf, Diffusoren nur 60–75 %

Besonders in Hochlicht-Setups mit 50+ Lumen pro Liter entsteht ohne adäquate CO2-Versorgung unweigerlich eine Mangelsituation: Pflanzen wachsen langsam, zeigen Glashaare und öffnen die Tür für Algenprobleme. Die Photosyntheserate skaliert direkt mit dem verfügbaren CO2 – bis zu einem Sättigungspunkt von etwa 40 mg/l, jenseits dessen keine weiteren Wachstumsgewinne entstehen, aber Fische bereits Stress zeigen können.


Häufige Fragen zur Wasserchemie und Düngung im Aquarium

Was sind die wichtigsten Wasserparameter für ein gesundes Aquarium?

Die wichtigsten Wasserparameter sind pH-Wert, Karbonathärte (KH), Gesamthärte (GH), Nitrat (NO₃⁻) und Phosphat (PO₄). Diese Parameter beeinflussen die Nährstoffverfügbarkeit und das Wohlbefinden der Fische und Pflanzen.

Wie sollte ich meine Aquarienpflanzen düngen?

Eine regelmäßige Düngung mit einer ausgewogenen Kombination aus Makro- und Mikronährstoffen ist wichtig. Tägliche Kleinstdosen sind effektiver als wöchentliche Großgaben, um stabile Nährstoffkonzentrationen aufrechtzuerhalten.

Warum ist der pH-Wert im Aquarium wichtig?

Der pH-Wert beeinflusst die Verfügbarkeit von Nährstoffen, die Gesundheit der Fische und das Wachstum der Pflanzen. Ein stabiler pH-Wert, idealerweise zwischen 6,5 und 7,2, ist für die meisten Aquarienarten optimal.

Was ist der Einfluss von CO₂ auf das Pflanzenwachstum?

CO₂ ist entscheidend für die Photosynthese und damit für das Pflanzenwachstum. Eine CO₂-Konzentration von 20–30 mg/l fördert das Wachstum von Aquarienpflanzen erheblich.

Wie kann ich die Wasserqualität in meinem Aquarium regelmäßig testen?

Regelmäßige Tests der Wasserparameter sollten mit zuverlässigen Testkits durchgeführt werden. Photometrische Tests bieten eine hohe Genauigkeit, insbesondere für kritische Werte wie Nitrit und Nitrate.

Ihre Meinung zu diesem Artikel

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Bitte geben Sie einen Kommentar ein.
Keine Kommentare vorhanden

Zusammenfassung des Artikels

Wasserchemie & Düngung verstehen und nutzen. Umfassender Guide mit Experten-Tipps und Praxis-Wissen.

Premium Aquarien für höchste Ansprüche!
Wenn nur das Beste gut genug ist, sind die Premium Aquarien bei Amazon der optimale Einstieg in die Highend-Aquaristik!
Jetzt kaufen
Anzeige

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Überwachen Sie regelmäßig die Wasserparameter, insbesondere pH, KH und GH, um sicherzustellen, dass Ihre Pflanzen die notwendigen Nährstoffe aufnehmen können.
  2. Führen Sie wöchentliche Wasseranalysen durch, um Mangelerscheinungen frühzeitig zu erkennen und die Düngemenge entsprechend anzupassen.
  3. Nutzen Sie chelierte Eisendünger, um sicherzustellen, dass Eisen im für Pflanzen verfügbaren Fe²⁺-Zustand bleibt, besonders bei höheren pH-Werten.
  4. Implementieren Sie eine tägliche Düngepraxis, um die Nährstoffkonzentrationen stabil zu halten und Schwankungen zu vermeiden, die zu Mangelerscheinungen führen können.
  5. Berücksichtigen Sie das Verhältnis von Calcium zu Magnesium bei der Düngung, um Aufnahmekonkurrenzen zu vermeiden und das Pflanzenwachstum zu fördern.

Anbieter im Vergleich (Vergleichstabelle)

Wassertyp Süßwasser
Volumen 57 Liter
Maße (LxBxH) 61 x 31 x 37 cm
Beleuchtung LED-Beleuchtung
Filtertyp Bioflow One
Material Kunststoff
Wassertyp Süßwasser
Volumen 60 L
Maße (LxBxH) 33,5 x 51,5 x 53 cm
Beleuchtung LED 8,5 Watt
Filtertyp Tetra EasyCrystal
Material Aquarienglas
Wassertyp Süßwasser
Volumen 10 Liter
Maße (LxBxH) 26.31 x 26.01 x 26.21 cm
Beleuchtung LED
Filtertyp Internfilter
Material Kunststoff
Wassertyp Süßwasser
Volumen 30 Liter
Maße (LxBxH) 25,91 x 38,1 x 39,12 cm
Beleuchtung LED
Filtertyp Patentiert
Material Acryl
Wassertyp Süßwasser
Volumen 7 Liter
Maße (LxBxH) 23 x 16 x 27.5 cm
Beleuchtung LED
Filtertyp Baumwollfilter
Material Glas
Wassertyp Süßwasser
Volumen 54 Liter
Maße (LxBxH) 60 x 30 x 30 cm
Beleuchtung 10 W LED
Filtertyp Innenfilter
Material Glas
Wassertyp Süßwasser
Volumen 54 Liter
Maße (LxBxH) 60 x 30 x 30 cm
Beleuchtung LED 10 Watt
Filtertyp Filterbox
Material Glas
Wassertyp Süßwasser
Volumen 80 L
Maße (LxBxH) 60 x 44.5 x 30 cm
Beleuchtung 10 W LED
Filtertyp Tetra EasyCrystal
Material Glas
  Dehner Aqua Aquarium Starterset 60 Tetra Explorer Line 60 L Aquarium Komplett-Set ICA KNA10 Nano Aqua Led Crystal Aquariumset biOrb FLOW 30 LED Nobleza Nano-Fischtank-Aquarium Tetra Starter Line 54 L Aquarium Komplett-Set Tetra Starter Line 54 L Aquarium Tetra Starter Line 80 L Aquarium
  Dehner Aqua Aquarium Starterset 60 Tetra Explorer Line 60 L Aquarium Komplett-Set ICA KNA10 Nano Aqua Led Crystal Aquariumset biOrb FLOW 30 LED Nobleza Nano-Fischtank-Aquarium Tetra Starter Line 54 L Aquarium Komplett-Set Tetra Starter Line 54 L Aquarium Tetra Starter Line 80 L Aquarium
Wassertyp Süßwasser Süßwasser Süßwasser Süßwasser Süßwasser Süßwasser Süßwasser Süßwasser
Volumen 57 Liter 60 L 10 Liter 30 Liter 7 Liter 54 Liter 54 Liter 80 L
Maße (LxBxH) 61 x 31 x 37 cm 33,5 x 51,5 x 53 cm 26.31 x 26.01 x 26.21 cm 25,91 x 38,1 x 39,12 cm 23 x 16 x 27.5 cm 60 x 30 x 30 cm 60 x 30 x 30 cm 60 x 44.5 x 30 cm
Beleuchtung LED-Beleuchtung LED 8,5 Watt LED LED LED 10 W LED LED 10 Watt 10 W LED
Filtertyp Bioflow One Tetra EasyCrystal Internfilter Patentiert Baumwollfilter Innenfilter Filterbox Tetra EasyCrystal
Material Kunststoff Aquarienglas Kunststoff Acryl Glas Glas Glas Glas
  » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE
Tabelle horizontal scrollen für mehr Anbieter
Counter